Bo-Jitsu

Text?"Bauernwaffen" im Einsatz

Bo-Jitsu ist die Selbstverteidigung mit einem Stock, Spazierstock, Regenschirm oder einem stockähnlichen Gegenstand, oder der Waffe des Angreifers. Das erste Kampfsystem entwickelte sich in China. In den letzten Jahren wurde das Bo-Jutsu jedoch ausgeweitet. Damit zählen zu den heutigen Bo-Jitsu-Waffen auch Tonfa, Knebelkette, Tessen und Yawara-Stock - also die aus normalen Ackergeräten von den Ostasiaten zu effektiven Verteidigungswaffen umfunktionierten "Bauernwaffen" - genauso wie Kampffächer, Macheten und Messer.

Eigentlicher Zweck des Bo-Jitsu ist die Selbstverteidigung. Für die Selbstverteidigung wird nur ein einziger Stock benötigt, um eine Hand für weitere Aktionen frei zu haben, wie z.B. zum Fassen des Angreifers oder für zusätzliche Jiu-Jitsu-Gelenkhebel.

Das Bo-Jitsu-Training schult zunächst anhand verschiedener Geschicklichkeitsübungen und spezieller Bewegungsabläufe (Kata) sowohl die eigene Koordinationsfähigkeit als auch das harmonische Zusammenspiel zwischen Körper und Waffe. Im spielerischen Zweikampf (i.d.R. mit gepolsterten Trainingswaffen) werden zudem Beobachtungsgabe und Reaktionsschnelligkeit trainiert.

Bo-Jitsu vermittelt auch theoretisches Hintergrundwissen, etwa über Wirkungsweise und Gefahren der Waffen. Weiterer Pluspunkt dieses Selbstverteidigung-Systems ist seine nahezu unbeschränkte Übertragbarkeit auf beliebige Alltagsgegenstände, wie Regenschirm, Kugelschreiber, Spazierstock, Handtasche oder ähnliches. Nicht zuletzt aus diesem Grund kommt Bo-Jitsu der Selbstverteidigung unter realistischen Bedingungen entgegen und wird daher auch gerne in der Frauen-Selbstverteidigung angewandt. So wird z.B. der kürzeste Bo, nur etwa 15 cm lang, gerne und sehr effektiv gegen alltägliche Belästigungen eingesetzt und ist mittlerweile auch im Handel als Schlüsselanhänger erhältlich.



Weitere Sportarten




Impressum